Schallplatten digitalisieren

  • Ich bin leider gezwungen, meine Schallplattensammlung zu digitlisieren. Der Grundlegende Weg, Schallplatte -> Plattenspieler -> PC -> MP3, ist mir schon klar.
    Aber gibt es Stolperfallen auf diesem Weg? Beispiel: 96 Kbit/s sollen reichen. Sind aber 192 Kbit/s nicht im Klang besser?

    Wer kennt sich da aus und kann mir einen tipp geben?

    Jens

    Wer Windows kennt wird GEOS lieben :thumbup:

  • Hey, das trifft sich gut. Vor einiger Zeit habe ich ebenfalls meine Platten digitalisiert und einen kleinen Bericht dazu geschrieben. Bezieht sich zwar hauptsächlich auf'n Mac, aber die meisten Hinweise sind allgemein genug gehalten, dass auch Windows-User etwas damit anfangen können: http://www.geopixel.de/schallplatten.htm

    Hier geht's eigentlich um iTunes, weiter unten im Text wird aber auch auf die Klangqualität eingegangen. Ausserdem Links zu DEN deutsch- u. englischsprachigen Foren zum Thema: http://www.geopixel.de/itunes.htm

    96 Kbit/s sind in meinen Augen der ideale Wert, um die ganze Arbeit später total zu bereuen :D. Ab ca. 192 Kbit/s ist es ein guter Wert. Das klingt auch an hochwertigen HiFi-Anlagen gut und ist vom Platzverbrauch noch weit unter WAV...

  • Das hilft doch schon mal weiter.
    Die Infos werde Ich mir mal in Ruhe durchlesen. Ich habe nur ein wenig "Panik" vor der Menge an Platten. Aber da muss ich durch.

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  • Quote

    Original von goldy: Ich habe nur ein wenig "Panik" vor der Menge an Platten.


    Ja, das dauert. Ich habe von jeder Platte nur die Songs aufgenommen, die ich wirklich mag, trotzdem hat sich die Aktion über mehrere Wochen hingezogen...

    Nachtrag: Mittlerweile bin ich beim Konvertieren (nun meist von CD) von MP3 zu AAC gewechselt. http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Audio_Coding

  • Quote

    Original von goldy
    Beispiel: 96 Kbit/s sollen reichen. Sind aber 192 Kbit/s nicht im Klang besser?

    ... alles unter 128kb/s ist einfach nur sch...lecht, auch 128kb/s sind nur okay.
    Zu bedenken ist auf jeden Fall eines: Wenn die Stücke hinterher noch behandelt werden sollen (Rauschfilter, ...), kann man MP3 vergessen - 44khz, 16bit stereo, unkomprimiert oder pcm sind dann das Minimum!

    Noch ein Stolperstein: Die meisten Plattenspieler kann man nicht direkt an die Soundkarte anschließen! Man muß also eine Stereoanlage oder einen speziellen Vorverstärker dazwischenschalten, z.B. den von Magix:
    http://www.magix.com/de/music-cleaning-lab/xxl/

    Übrigens: Es gibt für wenig Geld auch Plattenspieler mit USB-Anschluß oder mit SD-Karten-Slot.

    Gruß,
    Jörg

    There are two rules in life:
    1. Never give out all of the information.

  • Quote

    Übrigens: Es gibt für wenig Geld auch Plattenspieler mit USB-Anschluß oder mit SD-Karten-Slot.

    Hatte Ich schon einen in der Hand, doch mit 96 Kbit/s war das keine alternative. Ansonnsten waere ich vielicht schwach geworden - allein die Zeit- und Arbeitsaufwandsersparniss waeren das schon wert gewesen.

    Ich habe mal die Platten grob ueberschlagen. Das sind bei mir ca. 2500 LP und ca. 2000 Singles. Also grob ueberschlagen 15000 Titel. Was sich im laufe der Zeit so ansammelt, und alle haben etwas an sich.

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  • Quote

    Original von goldy: Ich habe mal die Platten grob ueberschlagen. Das sind bei mir ca. 2500 LP und ca. 2000 Singles.


    Ups, bei mir waren es nur ca. 250 LPs.

    Umso wichtiger ist die Entscheidung, welcher Codec und in welcher Qualität die Songs gespeichert werden sollen.

  • Quote

    Original von goldy

    ... Hatte Ich schon einen in der Hand, doch mit 96 Kbit/s war das keine alternative. ...

    Bei Conrad.de gibt's unter "Home->Foto, Video, Audio, MP3->USB Plattenspieler", div. Geräte, z.B. für nur 89,95 EUR den "ROADSTAR TTR-8632UCE USB-PLATTENSPIELER", der die Platten als MP3 auf USB-Stick, MP3-Player und SD-/MMC-Karte kopiert - "Aufnahmequalität wählbar (32 - 256 KBit/s)". Allerdings hat er keine 78 U/min. Zudem fehlt mir die Info, ob es sich um ein Mono-, Stereo- oder Quadrogerät handelt.

    Dafür gibt's bei Conrad.de auch einen Plattenspieler mit integriertem CD-Brenner :)

    Viel besser finde ich jedoch diese Teile:
    http://www.vinylrecorder.com/
    http://www.vinylium.ch/dubcut/dubcutter.html
    http://vestax.com/v/products/recorders/vrx2000.html

    Doch zurück zum Thema mit ein paar Links:
    http://www.chip.de/artikel/Praxis…2_30979918.html
    http://www.bild.de/BILD/digital/t…eo=3704708.html
    http://www.hifi-online.net/hifi-wissen_wi…allplatten.html

    Gruß,
    Jörg

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    Edited once, last by jpolzfuss (July 6, 2008 at 11:43 PM).

  • Noch'n USB-Plattenspieler, diesmal inkl. iPod-Dock und Software für Mac/PC zum Aufnehmen:
    http://numark.de/index.php?opti…id=322&code=154

    Hat schon jemand was darüber gelesen, wie gut solche Geräte tatsächlich für hochwertige Überspielungen geeignet sind? Plattenspieler / Tonarm / Tonabnehmer sind ja eigentlich recht komplizierte, mechanische Teile.

  • Was fuer Tipps, was fuer Informationen.

    Da kann einem ja glatt der Kopf rauchen.

    So einfach wie ich mir das vorstellte, ist es also doch nicht. Aber gut das Ich gefragt habe, so kann Ich das gleich richtig machen, und habe nicht die Ehre das doppelt einzuspielen. Bei den KBit/s waere ich glatt eingebrochen. Ich haette bestimmt nicht 192 geschweige den 224, 256 oder 320 KBits genommen.

    Da ich sehr viele aeltere Platten habe (mit knistern und knacksern) werde ich wohl mit WAV aufzeichnen, damit Ich das gut Nachbearbeiten kann.
    Einer Konvertierung in das MP3 Format steht ja nichts im wege, zumal meine ganze Technik (CD Player, Festplatten-Recorder, ...) MP3 tauglich ist.

    Die Links zu den weiteren Infos habe Ich mir im Browser verlinkt.

    Jens

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  • Hallo Goldy,

    ich habe hier viel mit Audio zu tun und habe vor 3-4 Jahren ca. 500 Platten digitalisiert. Nach ca. 100 Alben habe ich eine digitale Nachbearbeitung der Alben (Entknistern und Entknacken der trotz nass abgespielten Platten) aufgegeben. Dies hält einfach zu sehr auf. Solltest Du es trotzdem machen wollen, leistet die kostenfreie Software Audacity (für Win, Mac und Linux) erstaunliche Dienste.

    Ich habe dann auch den PC (bei mir Mac) durch einen Audio-CD-Recorder ersetzt. Für knapp 100,- EUR habe ich mit einem Philips-CD-Recorder auf immer wieder verwendeten CD-RW die Alben bequem samplen und tracken (Teilen der A-und B-Seiten in die jeweiligen Titel) können. Die Qualität ist, wenn Du nicht gerade eine sehr hochwertige Soundkarte hast, definitv besser! Die aufgenommenen CD-RW konnte ich dann bequem am Rechner einlesen (bei mir kam nach längeren Hörtests 192kB/s in MP3 als guter Kompromiss zwischen Qualität und Volumen in Frage) und dann neu nutzen. Heute würde ich wahrscheinlich den freien und hochwertigen OGG-Vorbis-Codec verwenden (mit MP3 machst Du aber auch heute nichts falsch). Allerdings würde ich heute einen Schritt höher mit 256kB/s bei MP3 codieren.

    Den CD-Recorder habe ich nach einem Jahr mit knapp 30,- EUR Verlust verkaufen können. Die Investition hat mir extrem viel geholfen und Nerven geschont! ;)

    Bei Fragen kannst Du mich gern auch direkt ansprechen.

    Mario

  • Mario

    Gute Idee, an eine CD Recorder habe ich noch gar nicht gedacht. Da mache ich mich doch mal schlau, da meine Soundkarte nur ein "Standartmodel" ist.

    gruss

    Jens

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  • Hallo,

    das Thema ist zwar schon 'ne Weile abgeschlossen...
    ... aber zu Weihnachten habe ich den Tchibo-USB-Plattenspieler geschenkt bekommen. Als Software zur Aufnahme, zum "Entrauschen", ... liegt übrigens einfach nur die kostenlose OpenSource-Software Audacity bei! Bei Interesse könnte ich mal die entsprechenden Seiten aus der Anleitung kopieren...

    Gruß,
    Jörg

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  • Quote

    Original von Frank9652
    Wie sieht es hier mit den Samplingraten aus?

    Für die Konvertierung ins CD-Format wird "44,1 kHz; 16bit stereo" empfohlen ;)
    Das Gerät unterstützt aber scheinbar mindestens "nach oben" auch noch "48 kHz; 16bit stereo" (Anleitung ist diesbzgl. sehr wage und ich habe das Gerät noch nicht an einen PC angeschlossen.)

    Gruß,
    Jörg

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  • Zu dem von Jörg erwähnten Programm Audacity habe ich eine kurze Anleitung unter http://www.heute.de/ZDFheute/inhal…7970349,00.html gefunden.
    -Bezieht sich zwar auf Aufnahmen von Musikkassette digitalisieren, finde ich aber trotzdem recht interessant.
    Ist quasi eine Step-by-Step Anleitung

    KASSETTEN DIGITALISIEREN MIT AUDACITY

    Kassettendeck und PC verkabeln
    Moderne Kassettendecks besitzen meist zwei
    Chinch-Ausgänge, die mit dem PC verbunden
    werden müssen. Hierzu dient ein Stereokabel, das
    auf der einen Seite einen 3,5 mm-Klinkenstecker besitzt.
    Die Chinch-Stecker kommen ans Kassettendeck (Line-
    out), der 3,5 mm Klinkenstecker wird in den "Line-
    In"-Eingang (nicht den Mikro-Eingang!) des PC
    gestöpselt.

    Tonkopf reinigen
    Für gute Klangqualität empfiehlt es sich, den
    Tonkopf des Kessettendecks vor dem Abspielen zu
    reinigen. Hierzu dient eine spezielle Reinigungs-
    Kassette. Alternativ lässt sich der Kopf aber auch
    mit einem wattestäbchen und Alkohol aus der
    Apotheke von Verunreinigungen befreien.

    Audio-Einstellungen überprüfen
    Jetzt müssen die Audioeinstellungen von Windows
    überprüft werden. XP-User klicken auf "Start /
    Systemsteuerung / Sounds und Audiogeräte" und
    dann auf den Reiter Audio. Unter der Rubrik
    Soundaufnahme wird auf den Button "Lautstärke..."
    geklickt. Im folgenden Fenster muss das grüne
    Häkchen beim Register "Line-In" beziehungsweise
    "Eingang" gesetzt werden.

    Audacity richtig einstellen
    Jetzt ist "Audacity" an der Reihe. Unter "Bearbeiten
    / Einstellungen / Audio E/A" muss unter
    "Wiedergabe" und "Aufnahme" die eigene
    Soundkarte eingetragen sein. Für Stereoaufnahmen
    muss sich zudem im Feld "Kanäle" die Ziffer "2"
    befinden. Auf dem Karteireiter "Verzeichnisse"
    wiederrum wird der Ordner bestimmt, in dem die
    Aufnahme landet. Mit OK werden die Änderungen
    gespeichert.

    Probeaufnahme machen
    Ist die Kassette eingelegt, kann auch schon der
    rote Aufnahmeknopf in "Audacity" und dann die
    Play-Taste des Kassettendecks gedrückt werden.
    Mit dem gelben Knopf im Programm wird die
    Aufnahme nach einigen Minuten wieder beendet
    und das Ergebnis begutachtet. Übersteuerte
    Aufnahmen erkennt man daran, dass die blauen
    Tonspuren oben und unten am Rand angeschnitten
    sind. Dann muss der Line-In-Lautstärkeregler in
    den Windows-Audioeinstellungen abgesenkt
    werden.

    Speichern und nachbearbeiten
    Ist die Aufnahme im kasten, kann sie abgespeichert
    und dann bearbeitet werden. Wichtigster Punkt: Das
    Rauschen beseitigen. Dazu wird per Maus eine
    Passage per Maus markiert, die außer Rauschen
    nichts enthält (vorzugsweise am Anfang eines
    Liedes), und anschließend unter "Effekt /
    Rauschunterdrückung" auf "Rauschprofil ermitteln"
    geklickt.

    Rauschen beseitigen
    Mit "strg + A" markiert man jetzt die komplette
    Aufnahme und ruft erneut die
    Rauschunterdrückung auf. Diesmal jedoch wird
    unter Punkt 2 die Stärke der Rauschunterdrückung
    gewählt und das Ergebnis mit "Probehören"
    überprüft. Stimmt alles, genügt ein Klick auf den
    "Rauschunterdrückung"-Button, um die Änderung
    anzuwenden.

    Aufnahmen aufteilen
    Noch sind alle Lieder in einer großen Audio-Datei
    gespeichert. Um sie zu trennen, wird per Maus
    zwischen die Stücke geklickt und mit "Strg + B"
    jeweils eine Schnittmarke gesetzt. Mit "Datei /
    Mehrere Dateien exportieren" werden die einzelnen
    Lieder schließlich nach Auswahl des Formats und
    des Ortes gespeichert. Wichtig: Ein Häkchen setzen
    bei "Tondaten vor der ersten Textmarke mit
    einschließen", damit das erste Stück (vor der ersten
    Marke) ebenfalls exportiert wird.

    Gruß Frank

    Geos + Lenovo Ideapad 5 = Aufbruch in eine neue Galaxie

    Edited once, last by Frank9652 (January 5, 2010 at 9:59 PM).

  • Hallo,

    hier die komplette Anleitung des Tchibo-Geräts als PDF...

    Gruß,
    Jörg
    P.S.: Ich habe gerade einmal das Tchibo-Gerät an meinen alten Laptop (USB 1.x, Win2000) angeschlossen - irgendwie kann ich dort nur zw. 11kHz, 22kHz und 44,1kHz wählen (jeweils als 8bit, bzw. 16bit und mono, bzw. stereo).

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    Edited once, last by jpolzfuss (January 5, 2010 at 11:33 PM).